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| Abnäher |
Um ein Kleidungsstück dem Körper genau anzupassen, werden keil- oder rautenförmige Falten in den Stoff genäht. Dies ist z.B. im Taillen- und Brustbereich nötig. Ein Abnäher ist keine Teilungsnaht, sondern setzt an der entsprechenden Stelle im Stoff an, wo Weite eingehalten werden muss. |
| Absorption |
Fähigkeit eines Stoffes, einen anderen, flüssigen oder gasförmigen (z.B.: Dampf), in sich aufzunehmen. |
| Absteppen |
Fachausdruck für das Anfertigen von Ziernähten. Dazu werden entlang fester Kanten ein oder mehrere Nähte angebracht, bspw. an Säumen, Patten, etc. |
| Abstich |
Als Abstich bezeichnet man den Verlauf der Vorderkante eines Sakkos oder Jacketts vom Schließknopf zum Saum. Je nachdem, wie stark diese Kante abgerundet ist, spricht man vom starken oder schwachen Abstich. Die im rechten Winkel zueinander stehende Vorder- und Saumkante heißt Topperabstich. |
| Acetat |
Chemiefaser auf Zellulosebasis. In Griff und Glanz naturseidenähnlich, elastisch, knitterunempfindlich und rasch trocknend. Oft in Mischungen, vor allem mit Viskose |
| Acid Wash |
Jeans werden mit chlorgetraenkten Bimssteinen gewaschen und erhalten dadurch scharfe Kontraste. |
| Aged |
Gealtert (aged), Kleidungsstücke werden durch mechanische oder chemische Verfahrensweisen künstlich gealtert. |
| Aida-Bindung (engl. Mock Leno) |
Stickereigrundstoff, bei dem nach jedem 4. längs- oder querlaufenden Faden durch Gegenbindung und entsprechenden Rieteinzug eine kleine Lücke entsteht, was dem Gewebe Ähnlichkeit mit Dreher oder Panama verleiht. Damit Aida sich leichter besticken lässt, wird das Gewebe schon in der Ausrüstung ziemlich gestärkt. |
| Alcantara |
Pflegeleichtes Velourslederimitat aus ultrafeinen Polyester- oder Polyurethan-Mikrofasern. Vorläufer von Amaretta. |
| Allover |
Wie der englische Name schon verrät bezeichnet Allover Muster die über die ganze Fläche einer Textile oder eines Kleidungsstücks verteilt sind. Diese Muster können gewebt, gestickt oder gedruckt sein. Manchmal verlaufen sie auch ineinander oder übereinander |
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| Alpaka |
Feine Wolle des südamerikanischen Schafkamels, das in den Anden-Hochländern gezüchtet wird. |
| Amaretta |
Veloursähnliches Lederimitat, bestehend aus 60% Polyamid- und 40% Polyurethan-Mikrofasern. |
| Angeraut |
Klingt hart, macht weich: Aus gedrehten Garnen lockern mit feinen Metallhäkchen besetzte Walzen die Enden einzelner Stofffasern an der Oberfläche. Dieser Anraueffekt kann von stark bis sehr leicht variiert werden und macht Stoffe flauschig-weich. Die neu entstandene Faserstruktur schließt mehr Luft ein und zeichnet sich zusätzlich durch seine hervorragenden Eigenschaften zur Wärmerückhaltung aus. |
| Angeschnittene Ärmel |
Was so klingt als wäre unsere Lieblingsbluse um ein wenig Stoff erleichtert worden bedeutet lediglich, dass bei dieser Fertigungstechnik der Ärmel in einem Stück mit den Oberteilen des Bekleidungsstücks geschnitten wird. In diesem besonderen Fall besteht keine Naht zwischen Ärmel und Bekleidungsstück. |
| Angeschnittener Bund |
Bei einem angeschnittenen Bund wird der Bundstreifen nicht angenäht, sondern schon bei der Konstruktion in Vorder- und Hinterhose integriert |
| Angora |
Wolle des Angora-Kaninchens. Angora zeichnet sich durch besondere Feinheit, Weichheit und Wärme aus. Es hat rheumalindernde Eigenschaften. |
| Anilinleder |
Im Tunkfärbeverfahren vollkommen durchgefärbtes Leder. |
| Anti Fit |
Lässiger, überweiter Jeans-Style. |
| Anti-Twist |
Finishingstufe - die Gewebe werden einseitig verzogen, um die aufgrund der Bindungskonstruktion entstehenden Spannungen (wird beim Waschen freigesetzt, sogenanntes Drehbein) des Stoffes auszugleichen. |
| Antifilzausrüstung |
Filzarme Ausrüstung von Wolle, um bei stärkerer mechanischer Beanspruchung im Zusammenspiel von Wärme und Feuchtigkeit (z.B. Waschvorgang) ein Verfilzen zu verhindern. |
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| Antikdenim |
Durch Sandstrahlen und Waschen erhält der Denim einen Abnutzungs - Look (Antique). |
| Applikation |
Schmuckornament auf Bekleidungsstücken, das durch Aufkleben oder Aufnähen bunter Leder-, Filz- oder Stoffstückchen entsteht. Meist werden die Schnittkanten durch Ziernähte verdeckt. |
| Appretur |
Alle Ausrüstungsvorgänge für die Textilwarenveredelung, ausgenommen das Färben; Appreturmittel sind z.B. Gelatine, Kunststoffdispersion, Leime, Stärken. |
| Argyle |
Buntmusterung in Anlehnung an die Einlegearbeiten in der Kunstschreinerei. |
| Ärmel |
Schnitttechnisch unterscheidet man zwischen Einnaht- und Zweinahtärmel. Der Einnahtärmel findet z.B. bei Hemden Verwendung, ist weit geschnitten und wird mittels Falten oder eines Abnähers vom Ellenbogen zum Handgelenk in Form gebracht. Der Zweinahtärmel ist etwas enger und besteht aus einer vorderen Ärmelnaht und einer Ellenbogennaht. Während der Einnahtärmel meist an einer überschnittener Schulter ansetzt, sitzt der Zweinahtärmel über der Armkugel. Der nach dem britischen General Lord James Henry Raglan benannte Raglanärmel wird vor allem bei Mänteln eingesetzt. Bei dieser Ärmelform reichen die Schnittteile an der Schulter bis zum Halsausschnitt. |
| Ätzstickerei (Guipure Lace) |
Gehört ebenfalls zu den Maschinensticktechniken. Bei diesem Stickvorgang entstehen Nachbildungen der echten Spitzen. Gestickt wird auf einer Stickunterlage (Papier/Batist). Durch genügend Verbindungsstiche werden die Stickereimotive stabilisiert, damit bei anschließendem Ausätzen des Fonds eine Meterwarenspitze (oder Motive) entstehen. Die Stickereimaschinen arbeiten mit einem 2-Fadensystem; die Anzahl der Stiche ist masgebend für das Niveau und die Plastizität der Spitze. |
| Aufheller |
Darunter versteht man im allgemeinen Sprachgebrauch die Anwendung optischer Aufheller (z.B. in Vollwaschmittel enthalten). Dadurch wirkt die Wäsche weißer als weiß. Vorsicht bei farbigen Stoffe. Es muss mit einer gewissen Farbveränderung oder einem Hellerwerden der Farbe gerechnet werden. |
| Ausbluten |
Ausbluten von Farbstoffen oder Drucken beim Waschen buntgefärbter Textilien in benachbarte, andersfarbige Stellen. Man muss dabei unterscheiden zwischen einem geringen Abgehen überschüssiger Farbe, wie dies bei satten Farbtönen zuweilen vorkommt, ohne die Farbtiefe zu beeinflussen oder einer unechten (unsachgemäßen) Färbung, wo es zu einem starken Abrieb oder einem starken Ausgehen der Farbe auch nach mehreren Wäsche kommt. Bei der ersten Wäsche muss mit einem handelsüblichen Farbabgang gerechnet werden (Überfarbe). |
| Ausbrenner |
Stoff, bei dem eine Musterung durch Aufdrucken von Ätzflüssigkeit ausgebrannt wird. Die Ätzchemikalien werden sofort wieder ausgewaschen. |
| Ausrüsten |
Beeinflussen der Farbe, des Glanzes, der Warendichtem des Gebrauchswertes von Rohware durch Appretier, Bleichen, Dekatieren, Färben, Imprägnieren usw. also alle Arbeitsvorgänge zwischen Rohware und konfektionierter Fertigware. Dadurch werden Grundeigenschaften des Ausgangsproduktes beeinflusst. |
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| Ausstattung |
Sammelbegriff für alle Hosen-Zutaten, bspw. Knöpfe, Reißverschlüsse, Futter- und Einlagestoffe unabhängig davon, ob sie funktionellen oder optischen Anforderungen genügen. Aus diesem Grund zählen sowohl sämtliche Arten von Ziersteppungen bei der Innenverarbeitung als auch Anzahl, Platzierung und Größe der Taschen zur Ausstattung. Heutzutage wird der Wert einer Hose nicht mehr nur an der Qualität des Oberstoffes und dessen Verarbeitung gemessen. Von großer Verkaufsfördernder Bedeutung sind auch die verwendeten Materialien und die hochwertige Verarbeitung des 'Innenlebens'. |
| Authentic |
Ein Finishing- Verfahren, bei dem der Abnutzungs- Look durch Stonewashing oder Enzyme- Washing entsteht. Auch ein Jeanswearbegriff für original Jeans- Qualitaeten. |
| Authentic-Finish |
Baumwollstoffe ohne Ausrüstung. Meist für sportive, rustikale Stofftypen (von authentisch=echt) |
| Autofahrerhose |
Durch den Einzug dehnfähiger Gürtel, Gummieinsätze oder verstellbarer Weitenregler im Bund bequem geschnittene Hose. |
| Avantgarde |
Von besonders mutigen Designern umgesetzte neue Mode für eine besonders aufgeschlossene Klientel. |
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